Research Round Table – 30.03.2022

396 553 International Society for Jazz Research

Vortrag von Monika E. Schoop (Leuphana University Lüneburg) und Melanie Ptatscheck (Popakademie Baden-Württemberg) am 30. März 2022, um 18.00 Uhr, Palais Meran, Kleiner Saal:
#GenderMachtPop: Machtstrukturen in der populären Musik

Was macht Macht in der populären Musik? Und was hat Gender damit zu tun? In ihrem Vortrag gehen Melanie Ptatscheck und Monika Schoop, Gründerinnen des Netzwerks Early Career Women* in Popular Music Research, diesen Fragen anhand ausgewählter Beispiele nach. Dabei rücken sie vielfältige Machtbeziehungen und ihre Auswirkungen in den Vordergrund. Thematisiert werden unter anderem die fehlende Sichtbarkeit – oder gar Abwesenheit – weiblich gelesener und non-binärer Personen, die (Re-)Produktion von Ausschlüssen in musikalischer Sozialisation und Musikausbildung, mediale Repräsentationen sowie sexualisierte Gewalt. Der Vortrag lädt ein zum kritischen Hinterfragen und Aufbrechen bestehender Machtstrukturen und legt eine Grundlage zur Diskussion von Interventionsstrategien.

Ein Workshop der Vortragenden am 31. März 2022 von 10:00–15:00 Uhr vertieft diese Inhalte (Anmeldung unter jazzforschung@kug.ac.at).

Monika E. Schoop ist Juniorprofessorin für Musikwissenschaft (insb. Popular Music Studies) an der Leuphana Universität Lüneburg. Sie ist Chair des deutschsprachigen Branches der International Association for the Study of Popular Music (IASPM D-A-CH). Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören neben Musik als Medium der Erinnerung und Popularmusik auf den Philippinen, auch Gender und Queer Studies. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin des Gleichstellungsbüros der Universität zu Köln betreute sie von 2008 bis 2014 Projekte aus den Bereichen Gleichstellung und Gender Studies. Außerdem konzipierte sie Workshops zu den Themen Gender und Diversität für verschiedene Hochschulen im In- und Ausland.

Melanie Ptatscheck ist Visiting Scholar an der Popakademie Baden-Württemberg und Lehrbeauftragte an verschiedenen deutschen Universitäten und Hochschulen. Nach Forschungsaufenthalten in den USA erhielt sie eine Gastprofessur an der Hochschule für Musik und Tanz Köln. Mit dem Fokus auf die mentale Gesundheit von Akteur*innen im Musikbusiness arbeitet sie an der Schnittstelle zwischen Popular Music Studies und Public Health. Hierzu absolvierte sie eine Ausbildung zum Mental Health Facilitator und studiert im berufsbegleitenden Master Gesundheitswissenschaften. Sie ist Beiratsmitglied der Gesellschaft für Popularmusikforschung (GfPM) und leitet seit 2015 den GfPM Early Career-Workshop für Popularmusikstudierende.