{"id":1628,"date":"2024-05-27T12:53:37","date_gmt":"2024-05-27T10:53:37","guid":{"rendered":"https:\/\/jazzresearch.org\/?p=1628"},"modified":"2024-05-27T13:26:52","modified_gmt":"2024-05-27T11:26:52","slug":"research-round-table-10-06-2024","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/jazzresearch.org\/en\/general\/research-round-table-10-06-2024\/","title":{"rendered":"Research Round Table &#8211; 10.06.2024"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><strong>Vortrag von Michael Rappe (Hochschule f\u00fcr Musik und Tanz K\u00f6ln)\u00a0 am 10. Juni 2024 um 18.00 Uhr im Palais Meran, Kleiner Saal:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>&#8220;Lernen nicht, aber&#8230;&#8221; Zur Tanz- und Lernkultur Breaking: Ein Forschungsbericht\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"https:\/\/jazzresearch.org\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Michael-Rappe.png\" \/><\/p>\n<p>Die mittlerweile fast 40-j\u00e4hrige Tradition des Breaking in Deutschland bietet faszinierende Einblicke in das Erlernen der Tanzpraxis des Hip Hop, von der informellen Aneignung auf der Stra\u00dfe bis hin zur Integration in Kurse an Bildungsinstitutionen. Im Rahmen einer qualitativen Studie und auf der Grundlage narrativer Interviews wurden T\u00e4nzer*innen der ersten Generation bis hin zu heutigen Sch\u00fcler*innen danach gefragt, wie sie Breaking gelernt haben. Charakteristisch ist das Zusammenspiel von identit\u00e4ren\/sozialen, \u00e4sthetischen und ethischen Prinzipien, die eine Art Gravitationsfeld des Lernens bilden.<br \/>\nNeben der Darstellung der Forschungsergebnisse wird ein Blick auf die Entwicklung der Hip-Hop-Kultur in Deutschland geworfen. F\u00fcr die Pr\u00e4sentation soll der theoretische Ansatz des Philosophen \u00c9douard Glissant und seine r\u00e4umliche Metapher des Archipels als Aneinanderreihung verschiedener, unterirdisch miteinander verbundener und von Wasser umflossener Inseln ohne Zentrum dienen. Seine in der Auseinandersetzung\u00a0mit dem Kolonialismus entwickelte Idee der Kreolisierung der Welt korrespondiert mit der hybriden kreolischen Gestalt der Hip-Hop-Kultur.<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend wird \u00fcber die Interdisziplinarit\u00e4t des Forschungsprojektes, seine Entstehungsgeschichte, das Emergieren eines Forschungsduos und dessen Praktiken der Wissensproduktion berichtet und die wissenschaftliche Praxis aus der Perspektive der Hip-Hop-Kultur reflektiert.<\/p>\n<p>Michael Rappe ist Professor f\u00fcr Geschichte und Theorie der Popul\u00e4ren Musik an der Hochschule f\u00fcr Musik und Tanz K\u00f6ln. Schwerpunkt seines wissenschaftlichen und publizistischen Arbeitens ist die Auseinandersetzung mit der Geschichte, der \u00c4sthetik und den soziokulturellen Bedingungen afrodiasporischer Musikkulturen. Er war Ko-Kurator der Sonderausstellung \u201eStyles \u2013 Hip Hop in Deutschland\u201c des rock\u2019n\u2019popmuseums Gronau. Dar\u00fcber\u00a0hinaus engagiert er sich im Bereich der Lehrerfortbildung (u.a. Goethe Institut, Bundesverband Musikunterricht e.V.) und bietet als systemischer Berater (SG) Beratungen und Einzelcoachings im Bereich der pers\u00f6nlichen\u00a0Berufswegeplanung an. Er ist Autor und Herausgeber u.a. von HipHop im 21. Jahrhundert (Wiesbaden 2022). Weitere Publikationen und Informationen unter www.michael-rappe.de.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vortrag von Michael Rappe (Hochschule f\u00fcr Musik und Tanz K\u00f6ln)\u00a0 am 10. 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